TCM

 »Die Zelle ist eine mit Energie betriebene Maschine. Man kann sich ihrer daher entweder durch die Untersuchung der Materie oder die der Energie nähernIn jeder Kultur und medizinischen Tradition vor der unseren heilte man, indem man Energie bewegte«  (Albert Szent-Györgyi, Nobelpreisträger in Medizin 1937)

 

Die Chinesische Medizin basiert auf einem energetischen Menschenbild. Dies macht sie in unserer heutigen Zeit so wertvoll, denn sie eröffnet uns einen anderen Blickwinkel und einen anderen therapeutischen Ansatz als unsere westliche Schulmedizin.

Erkrankungen werden definiert als ein „Disharmoniemuster“, oder anders ausgedrückt, als eine Dysbalance der Energien. Im Krankheitsfall ist entweder zu wenig ordnende Energie vorhanden, oder pathogene Faktoren stören den gleichmäßigen Fluss der Lebensenergie „Qi“  in negativer Weise, oder die polaren Kräfte „yin“ und „yang“ befinden sich im Ungleichgewicht, oder es liegt eine Kombination dieser Störungen vor.

Für eine Diagnose gemäß TCM benötigt man u.a. auch die Zungen- und Pulsdiagnostik.

Es gibt 5 therapeutische Säulen der TCM:

Akupunktur – Drogenheilkunde – Qigong – Ernährungslehre – Tuina

Zur Akupunktur werden auch Akupressur, Moxibustion (Erwärmen der Akupunkturpunkte durch Abbrennen von getrocknetem Beifuß) und Schröpfbehandlung gerechnet. Hinter dem Begriff Qigong verbergen sich vielfältigste gesundheitsfördernde Übungen. Tuina ist eine Art manuelle Therapie unter Berücksichtigung der Akupunkturpunkte und Leitbahnen.

Ziel aller therapeutischen Bemühungen ist es, „yin“ und „yang“ ins Gleichgewicht zu bringen, die Energien insgesamt zu mehren und wieder eine sanfte gleichmäßige Energie-Zirkulation im gesamten Körper herzustellen.

Zum Weiterlesen:

Georg Weidinger, Die Heilung der Mitte: die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin, 432 S., 4. Aufl., Ennsthaler Verlag, Steyr, ISBN: 978-3-85068-864-2

Ted J. Kaptchuk, Das große Buch der chinesischen Medizin: die Medizin von Yin und Yang in Theorie und Praxis, Knaur 2010, ISBN: 978-3-426-87530-8